„Draußen pfeift der Wind, meine Schwermut macht sich bemerkbar, bilde mir ein, dass wir dieses Gefühl gerade teilen dürfen.“

Der Winter möchte nicht gehen… Der Abschied fällt ihm schwer. Er möchte doch auch das erste Grün an den Bäumen sehen, er möchte doch auch gerne den Duft der ersten Pfingstrose im Garten schnuppern, er möchte doch auch gerne von uns liebevoll erwähnt werden, wenn wir über ihn reden. Aber der Winter kann sich nicht ändern, er ist so wie er ist: rauer Wind, grauer Himmel, und er ist auch noch stiller als andere Jahreszeiten. Was kann er tun, damit er trotzdem Liebe von uns erfährt…Warum bleibt die blühende Natur dem Winter immer verwehrt? Es ist doch nicht fair, oder?

Trotz des rauen Windes und des grauen Himmels bleiben doch zum Glück die Schneeflocken vom Winter so weich und weiß – ein unschuldiges Wesen, das im Wind mit seiner Sanftheit unentwegt versucht, die Härte des Winters einzuhüllen. Ein letztes Mal, bevor er endgültig geht, möchte der Winter doch noch einmal zurückkommen, um das erste Grün zu sehen, um den Duft der Pfingstrose noch wahrzunehmen. Er möchte die blühende Welt noch einmal berühren, er möchte noch einmal schneien. Ich empfinde eine Erbarmung mit dem Winter. Er weiß, die bunte Natur erträgt seine Härte nicht, aber er hofft trotzdem, dass die Natur ihm verzeiht und sich durch die Wärme der Anderen (Frühling und Sommer) von ihm erholt.

Ich sitze hier am Fenster und schaue zu, wie der Winter sich mit seinem letzten Schnee von der Erde verabschiedet. Ich lese die Zeilen von Dir und fühle, wie du mich und uns loslässt – kein Bedauern mehr, stattdessen voller Liebe…