Category Archives: Failure & Growth

leidenschaftlich müßig

Freitag Vormittag – die Stadt wacht allmählich auf: der duftende Kaffee hat bereits die ersten Gäste in die Cafés eingeladen, die bunten Schaufenster haben auch schon die ersten kauflustigen Damen in den Läden verführt, die Straßen Musiker haben ihre Gitarre ausgepackt und die ersten Balladen erklingen so sanft in der Luft, sodass ich mich an dem Gedanken erfreue, als wäre die Straße das Notenpapier und meine Schritte schreiben die Noten…

„Es ist eine sehr gute Entscheidung, mal an einem Freitag Urlaub zu nehmen“ während ich in Café Reichard sitze und den sorgfältig arrangierten Frühstückskorb von der freundlichen Kellnerin überreicht bekomme. Es fühlt sich so an, als würde die Zufriedenheit wie das Stückchen weiche Butter ganz selbstverständlich zwischen den Brötchen und Croissants liegen und ich müsste sie nur annehmen. Nein; es fühlt sich nicht nur so an, es ist auch vielleicht wirklich so. Die Zufriedenheit ist schon immer da, nur bloß war ich nicht müßig genug, um sie zu sehen. Continue reading

不用对生活的意义太过苛求

Anett 20170121_204916最近在读一本十年前买的经济学的参考书。当然书中很多对中国经济状况的描述都已经是过去时了。其中有一个章节虽然和经济学术并没有太大关联,但却可以说是带着一点小小的人生哲理吧。所以想把这几句话摘抄下来,在未来的某一刻回首时用来浏览,回味。

经济学所研究的实际时面对限制条件下的最大化问题。这就是说,社会和每个人都面临稀缺性,这就是限制条件,所作出选择的目标是实现利益最大化。这适用于各种决策,也同样适用于家庭。

家庭或者个人所追求的是自己的最大幸福。对于幸福,不同的人有不同的理解,哲学家把实现个人自由作为幸福,文学家把浪漫情调作为幸福,政治家把实现自己的理想抱负作为幸福,企业家把商业成功作为幸福,而凡夫俗子往往觉得平平淡淡就是福。” Continue reading

Resilienz durch erfolgreiches Scheitern

Anett 20170101_155711Obwohl ich mir an jedem Jahresende immer wieder vornehme, nichts für das kommende Jahr vorzunehmen, finde ich dann doch wider Erwartung immer wieder irgendwelche Zielagenda, To-Do Liste auf meinem Schreibtisch rumliegen! Ich schaffe das einfach nicht, so ganz ohne Ziele zu leben. Denn selbst wenn ich mich irgendwann mal von meinen nicht erreichten Zielen so genervt fühle, dass ich entscheide zu versuchen, bitte mal ein Jahr Gelassenheit anzutrainieren, spätestens dann wird die Gelassenheit wieder zum Ziel. Eine ewige Gedankenschleife.

Da meine Gedankenschleife der Zielsetzung in den letzten Jahren eine Eigendynamik schon entwickelt hat und mich so oder so weiterhin begleiten wird, möchte ich dieses Jahr tatsächlich mal versuchen, die Zielliste als ein Teil von mir zu mögen, mich daran zu erfreuen. So bin ich – ich kann nur gelassen sein, wenn ich mich angespannt fühlen darf!

Also: Warum habe ich denn so eine gespaltene Haltung zur Zielliste? Continue reading

stiller, bewusster; weniger, intensiver.

mmexport1485785412432„sehr lange nichts mehr von Dir gehört… Wie geht es Dir?“ heute erreicht mich diese Nachricht von einer alten Freundin.

Ich erinnere mich, dass wir früher sehr oft gegenseitig auf unsere Laufworkout Ergebnisse kommentiert haben, als ich noch auf Facebook angemeldet war. Nachdem ich Anfang 2015 Facebook den Rücken gekehrt hatte, haben wir bisher eigentlich noch immer regelmäßigen Kontakt. Zwar nicht oft, aber regelmäßig.

„Oh. Danke, dass Du an mich gedacht hast! Ja, es geht mir gut – ich bin ganz zufrieden“

„ganz zufrieden? Hmmm. das klingt aber nicht so HAPPY! Außerdem. Es ist schon 2 Monate her, als wir uns zuletzt geschrieben haben. Was ist denn los?“

„Nichts. Keine besonderen Vorkommnisse. Ich bin vielleicht nicht außer Rand und Band glücklich, aber es geht mir wirklich gut! Ich bin vielleicht endlich mal ruhiger geworden – keine Ahnung warum ;-)“ Continue reading

Beständigkeit als Entwicklung

„Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“

Nun nach einer Stunde Vorstellungsgespräch kam dann doch noch die unvermeidliche Frage über die Zukunft!

Die Personalerin besaß eine authentische Professionalität und ein sympathisches Lächeln, sodass ich tatsächlich anfing, ernsthaft in mich zu gehen um eine ehrliche Antwort zu suchen, anstatt ihr die am Tag zuvor vorbereiteten, auf meine persönliche Situation ein wenig angepassten Internet-Standard-Phrasen aufzutischen. Ausgerechnet jetzt, wo ich überhaupt gar keine Zeit für meine Fantasie hatte, stellte ich mir vor: es muss doch irgendwie schrecklich sein, wenn man als Personalchefin immer wieder diese durchgekauten Worte hören muss, die eigentlich komplett von den „wie bewerbe ich mich richtig“ Artikeln auswendig gelernt und nur mit einer minimalen persönlichen Note abgeändert worden sind! Beinah hätte ich ihr auch dieses ausgelutschte „Zeug“ als angeblich mein geistiges Eigentum vorgegaukelt – es wäre nicht nur peinlich, sondern auch noch falsch gewesen! Continue reading