Category Archives: Failure & Growth

Siebzehn

Jeder, der Bücher wirklich liebt und sie nicht nur liest, um später sich oder den anderen mit einem gut gefüllten Bücherregal zu zeigen, dass wie belesen man doch ist, macht seine eigenen Notizen über so manche Sätze, die ihn so berühren, zum Nachdenken anregen oder ihm das Gefühl geben :“Ja, genau so habe ich mich auch empfunden.“ Manchmal ist der Zuspruch von einem Buch, gar einem Satz so stark, dass mir meine eigene Identität in manchen fiktiven Protagonisten oder auch gerne in manchen unwichtigen Nebenrollen eines Buches bewusst wurde. Ein beruhigendes schönes Gefühl: Ich fühle mich verstanden.

Und Murakami San ist definitiv ein Mensch, der mich versteht, ohne mich zu kennen!

„es waren verschwommene Träume, schmerzhaft und hitzig. Träume, wie man sie wohl nur mit siebzehn hat“ Ein Satz aus dem Buch meines Idol-Autors Haruki Murakami – «Südlich der Grenze, westlich der Sonne». Continue reading

Ein kleiner Rastplatz

wieder einmal habe ich mit meinem Blog pausiert. Fast zwei Monate.

Ich denke, keiner außer mir hat solche Unregelmäßigkeiten bemerkt. Denn dieser Blog sollte ja nur ein Gedanken-Rastplatz für mich sein. Ich brauche diesen kleinen Platz um mich zu erholen.

Ich erhole mich von der rasenden Zeit, die mich überfordert und mir gar Angst macht. Ich neige sehr dazu, viel und vielleicht sogar zu viel Zeit in die nicht änderbare Vergangenheit und ungewisse Zukunft zu investieren. Ich nehme wenig Zeit für die Gegenwart. Solange ich aber schreibe, kann ich dann doch mit Gewissheit behaupten, dass die Zeit, die ich hier für meinen Blog aufwende, definitiv der Gegenwart gewidmet ist. Dieser Gedanke verleiht mir einen überzeugenden Erholungseffekt und liefert mir den Beweis, dass ich das Hier-und-Jetzt wohl doch wahrnehme. Man könnte auch sagen, dass das Schreiben als mein persönlich effektivstes Training der Achtsamkeit fungiert – ein Modeausdruck (Ich schäme mich ein bisschen dafür, hier dieses Modewort benutzt zu haben. Denn ich mag eigentlich keine Modewörter, eher empfinde ich eine starke Abneigung gegenüber solchen Ausdrucksweisen, die im Grund genommen schon immer existierten, aber plötzlich aus unerklärlichen Gründen in die Mode gekommen sind) Continue reading

eine kleine chinesische Weisheit

Vor ein paar Tagen hat mein Klassenlehrer aus dem Gymnasium meiner Heimat einen Link im Klassenchat geteilt, dessen Inhalt ich hier gerne versuchen möchte, meinen Deutschen Freunden weiterzugeben. Diese kleine Geschichte ist zwar sehr alltäglich aber umso einleuchtender ist dabei die Botschaft.

Eines Tages bekam ein Mann eine sehr kostbare Teekanne, die aus der Ming Dynastie stammte;

Von diesem Tag an stand diese Teekanne immer auf dem Nachttisch diesen Mannes und er pflegte sie jede Nacht in aller Ruhe kurz zu betrachten, bevor er einschlief;

In jener Nacht ließ er in der Dunkelheit aus Versehen den Deckel der kostbaren Teekanne auf den Boden fallen; Continue reading

心灵瑜伽

为了达到身体的最佳状态,很多人会选择练习瑜伽。而为了达到心灵的最佳状态,我们是否也可以试试心灵瑜伽呢。放轻松,通过集中精力来掌握自己的身体和情绪。

时间总是有限的,每一天无论我怎样安排也只有24个小时。如果每一天我多写一行字,多做一件对我有益处的事,多跑一公里的步,多想一个值得我想念的人,那么我多写的那一行字就自然而然的替代了一句不该说的废话,多做的那一件对我有益处的事也在无形中替代了一件会让我后悔的蠢事,多跑的那一公里路当然也就替代了一块因为无聊而忍不住拆开的巧克力,而去想念一个值得我想念的人更是取代了另一个让我不安矛盾的面孔。如果每次在忍不住说废话,干蠢事,吃零食,想前男友的时候都能这么理智该有多好呀!其实我想这也不会很难吧?至少我已经开始锻炼这个想法了,接下来要做的便是坚持。想的轻松一点,坚持无非也只是一个习惯,一点必要的意志再加上时间,我就可以拥有!

这种看似柔柔的,慢慢的,但骨子里却仍然对自己有一点狠狠的调整心情的方法就是我的心灵瑜伽疗法。一般都很凑效。 Continue reading

Verfechterin der Wiederholungen

Heute schon ein neues Café ausprobiert? Ein neues Lied gehört? Einen neuen Roman gekauft? Einem neuen fremden Menschen begegnet?

Nein – absolut nichts Neues! Oder doch? Denn heute habe ich neue Lust auf die Wiederholungen entdeckt. Ich möchte heute gerne meine bisher ziemlich solide Meinung zu meinen „Tagein, Tagaus…“ Alltag mutig hinterfragen.

Aus irgendwelchen Gründen – vielleicht durch die Medienberichte, die unaufgefordert unser Leben sukzessiv beeinflussen – sind meine Meinung und auch die Meinungen vieler meiner Freunde über die täglichen Wiederholungen meistens mit einem negativen Gemüt behaftet. Jeden Morgen klingelt der Wecker um 6:00 Uhr, jeden Mittag ein kleiner Spaziergang in dem Park an unserem Bürogebäude, jeden Abend bringt der Zug mich um 17:20 Uhr nach Hause… Wie langweilig! Das Leben muss doch bitte schön aufregender sein als ein starrer Zeitplan. Continue reading